Die KubeCon + CloudNativeCon Europe 2026 in Amsterdam war für CLYSO eine wichtige Meilenstein-Woche – von Fortschritten rund um kube‑bind auf dem Weg in die CNCF Sandbox bis hin zu einem stark besuchten Rook Deep Dive zu Ceph im Petabyte-Maßstab. Im Mittelpunkt stand dabei ein gemeinsames Thema: digital souveräne, offene Cloud-Infrastruktur.
kube‑bind: vom CNCF-Sandbox-Votum zu realen Anwendungsfällen
Nur wenige Tage vor der KubeCon stimmte das CNCF Technical Oversight Committee dafür, kube‑bind als CNCF-Sandbox-Projekt aufzunehmen – ein wichtiger Schritt hin zu einem herstellerneutralen Standard für clusterübergreifendes Service Sharing.
Als Contributor und Mitunterzeichner der Bewerbung arbeitet CLYSO gemeinsam mit Partnern wie SAP und Kubermatic daran, kube‑bind als fehlende „Service-Sharing-Schicht“ für Multi-Cluster-Kubernetes-Architekturen zu etablieren. Unser aktueller Artikel zeigt, wie sich Services zentral verwalten und APIs in beliebige Cluster projizieren lassen – ohne überall Operatoren auszurollen.
Tag 1: Sovereign Cloud mit SAP auf dem Open Sovereign Cloud Day
Die KubeCon-Woche begann mit dem Open Sovereign Cloud Day, auf dem SAP präsentierte, wie Rook, Ceph, kube‑bind und kcp als Teil des Apeiro Platform Mesh genutzt werden, um eine souveräne Control Plane für europäische Cloud-Regionen aufzubauen.
Die Session „Platform Mesh: Breaking API Lock-In for True Multi-Cloud Service Portability“ von Mirza Kopic (SAP) und Mangirdas Judeikis verdeutlichte, wie Open-Source-Storage- und Control-Plane-Technologien Portabilität, Interoperabilität und Zero Lock-in auch in sehr großem Maßstab ermöglichen. Genau in diesem Umfeld liegt die Stärke von CLYSO: komplexe Multi-Cluster- und Multi-Region-Architekturen produktionsreif umzusetzen.
Tag 2–3: Rook Deep Dive und 120 PB Ceph
An den Haupttagen der Konferenz war CLYSO gemeinsam mit der Rook-Community am Projektstand präsent und sprach mit Besucherinnen und Besuchern darüber, wie sich Ceph auf Kubernetes zuverlässig im großen Maßstab betreiben lässt.
Unsere Ceph Engineers Artem Torubarov und Deepika Upadhyay – zugleich Ceph Ambassador für Indien – präsentierten zusammen mit Niels de Vos (Red Hat) den Vortrag „Rook: Intro and Deep Dive with Ceph Storage“ vor einem vollen Saal mit mehr als 250 Teilnehmenden. Der Vortrag knüpfte an Artems Rook-Blogpost an, der beschreibt, wie SAP auf dem Weg zu 120 PB Ceph über 30 Regionen hinweg arbeitet – mit Zero Lock-in und hoher operativer Resilienz.
Community, Ecosystem – und der German Stammtisch
Jenseits der Vorträge lebt die KubeCon immer auch von Begegnungen und Community. Am Rook-Stand haben wir mit Engineers, Plattform-Teams und Operatoren gesprochen, die alle eine ähnliche Frage beschäftigt: Wie betreiben wir zuverlässigen Kubernetes-Storage, ohne die Kontrolle abzugeben?
Außerdem haben wir den German Stammtisch gerne unterstützt und mitgesponsert – als informelles After-KubeCon-Treffen mit tiefen technischen Gesprächen, neuen Kontakten und einer entspannten Atmosphäre mit Freundinnen und Freunden aus der Cloud-Native-Community.
Wie es weitergeht: von Amsterdam nach Tokio
Die KubeCon Europe 2026 war für unser Team schlicht „mega“ – und zugleich erst der Anfang. Mit kube‑bind auf dem Weg in die CNCF Sandbox, produktiven Rook-Deployments im Petabyte-Bereich und einer weiter reifenden Apeiro Reference Architecture bauen wir unser Engagement für offene und souveräne Cloud-Infrastruktur konsequent aus.
Nächster Stopp: SusHi Tech Tokyo 2026 – wenn Sie sich zu Ceph, Rook, kube‑bind oder Sovereign Storage austauschen möchten, kontaktieren Sie uns. Wir freuen uns auf den Austausch – in Tokio oder online.